Veröffentlichungen und Projekte

Ich bin in verschiedene Projekte involviert, durch welche meine Kolleginnen, Kollegen und ich dazu beitragen möchten, Nahtoderfahrungen als Thema von Wissenschaft, Gesellschaft, Theologie und Kirche stärker zu etablieren. Diese sind u.a.:

1) Edition der zweibändigen Monographie "Erfahrungen göttlicher Liebe: Nahtoderfahrungen als Zugänge zum Platonismus und zum frühen Christentum" (ca. 600 Seiten). Darin erläutere ich, inwieweit sowohl wesentliche Aspekte der Philosophie Platons, als auch die Lebenswende des Paulus auf Erfahrungen zurückgehen, die wir heute mit dem (unpräzisen) Begriff "Nahtoderfahrungen" bezeichnen (Band 1). Band 2 widmet sich der Frage, inwiefern dieses Thema neue Zugänge zu Vorstellungen einer postmortalen Existenz bzw. zum Verständnis von Auferstehung bietet (Erscheinungsdaten: Band 1: Sommer 2018; Band 2: Sommer 2020; Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht/Göttingen).

2) Edition der Reihe ,Platonisches ChristentumMit der Edition der Bände ,Platonisches Christentum verfolge ich zwei Anliegen. Einerseits möchte ich in allgemeinverständlicher Sprache die Erträge und die Konsequenzen skizzieren, die sich für mich aus meinen Studien zur Geschichte des frühen Christentums, zum Platonismus und zu sogenannten ,Nahtoderfahrungen‘ ergeben haben. Andererseits möchte ich eine Diskussion anregen, die nur interdisziplinär und transdisziplinär geführt werden kann. Beide Anliegen verbindet ein Grundgedanke, der vorausgreifend folgendermaßen umschrieben werden kann: Christliche Theologie wurde seit ihren Anfängen durch Auseinandersetzungen mit dem Platonismus geprägt, die verschiedene Formen eines ,platonischen Christentums‘ inspirierten. Die Beiträge der Reihe ,Platonisches Christentum nehmen diese Entwicklungen auf und stellen einen neuen Ansatz zur Diskussion: Jene Erfahrungsmuster, die heute mit dem (unpräzisen) Begriff ,Nahtoderfahrungen‘ bezeichnet werden, haben bereits die Entstehung des Platonismus und des frühen Christentums geprägt. Wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit dem Phänomen ,Tod‘ im Generellen und mit sogenannten ,Nahtoderfahrungen‘ im Speziellen eröffnen Zugänge zu neuen Formen platonisch-christlicher Religiosität.

Die Grundzüge dieses Ansatzes werden in den fünf ersten Teilbänden dargelegt. Zunächst werden die historischen Hintergründe, die Methodik und die Terminologien dargelegt, auf denen alle folgenden Teilbände basieren (Band 1: Platonisches Christentum: historische und methodische Grundlagen). Der zweite Band bringt zur Geltung, wie früh bereits erste Formen eines platonischen Christentums beobachtet werden können. Dies wird an der Deutung der Gestalt und der Botschaft Jesu erklärt, die das Thomasevangelium überliefert (Band 2: Jesus als Gründer eines platonischen Christentums: die Botschaft des Thomasevangeliums). Wesentliche Bezugsgrößen dieses Konzepts werden im dritten Teilband mit einer Skizze der Theologie Platons dargelegt (Band 3: Die Theologie Platons: Hintergründe eines platonischen Christentums). Vor diesem Hintergrund wird erläutert, inwiefern das Thomasevangelium und das Johannesevangelium Kontrastparallelen bilden, die wie in einem Brennglas die Potenziale und Konfliktpotenziale eines platonischen Christentums zutage treten lassen (Band 4: Das Thomasevangelium und das Johannesevangelium: Wiederbelebungen eines frühchristlichen Diskurses). Der fünfte Band eröffnet jene neue Zugangsperspektive zu diesem Themenfeld, die in den Folgebänden ausgestaltet wird (Band 5: Nahtoderfahrungen: platonisch-christliche Deutungen).

3) Regelmäßige interdisziplinäre Lehrveranstaltungen und Tagungen an der Christian-Albrechts-Universität Kiel.

4) Betreuung von wissenschaftlichen Hausarbeiten und Qualifikationsarbeiten zu Themenfeldern im Schnittfeld von Theologie, Philosophie, Religionswissenschaft und Naturwissenschaft.

5) Gründung der "Kieler Akademie für Thanatologie e.V." (vgl. die Angaben unter der entsprechenden Kategorie).