Gründung der „Kieler Akademie für Thanatologie e.V.“ 
in Kooperation mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Verschiedene Kolleg*innen und ich haben im Juni 2018 die interdisziplinäre und transdisziplinäre Arbeitsgruppe „Kieler Akademie für Thanatologie e.V.“ gegründet, deren Status als gemeinnützige Einrichtung vom zuständigen Amtsgericht offiziell bestätigt wurde. Dies ist die Konsequenz verschiedener Projekte, die sich der wissenschaftlichen Erforschung von Nahtoderfahrungen im Speziellen und dem Phänomen Tod im Generellen gewidmet haben. Die Ausarbeitung einer „Wissenschaft vom Tod“ (so die unmittelbare Übersetzung des Begriffs „Thanatologie“) ist aus der Sicht der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler notwendig, um die zentrale Herausforderung weiterer interdisziplinärer und transdisziplinärer Forschungen zu diesem facettenreichen Themenfeld zu bewältigen. Diese Herausforderung besteht darin, eine kontinuierliche Kooperation der an der Forschung beteiligten Wissenschaften aufzubauen. Ebenso bedarf es transdisziplinärer Kooperationen mit außeruniversitären Einrichtungen, die direkt bzw. indirekt mit dem Themenfeld in Beziehung stehen (z.B. mit Hospizen, Krankenhäusern, psychotherapeutischen bzw. psychiatrischen Einrichtungen). Die „Akademie für Thanatologie e.V.“ soll einen institutionellen Rahmen und eine Kommunikationsstruktur der interdisziplinären und transdisziplinären Kooperationen bieten. Auf diese Weise können verschiedene Synergie-Effekte aufgebaut werden. Einerseits kann die Akademie durch Mitgliedsbeiträge und durch Spenden-Gelder finanziert werden, die von Menschen gemacht werden, die eine entsprechende Arbeit und Forschung fördern wollen. Andererseits kann man sich zusätzlich um die Einwerbung von Drittmittel zu speziellen Einzelprojekten aus den klassischen Förderprogrammen bemühen (z.B. durch die Konzeption eines Marie-Curie-Projekts, DFG-Projekte, durch European Research Council Grants etc.). Ein Ziel ist es, aus diesem Förder-Verein ein An-Institut erwachsen zu lassen. Mit anderen Worten: Diese Forschungen sollen zu einem festen Bestandteil unserer Universität werden.

Die konkreten Anliegen der „Kieler Akademie für Thanatologie e.V.“ wurden mit der Vereinssatzung folgendermaßen festgelegt:

 

§ 2 Zielsetzung der „Kieler Akademie für Thanatologie e. V.“

 

(1) Die „Kieler Akademie für Thanatologie“ verfolgt ausschließlich und unmittelbar den Zweck, wissenschaftliche Forschungen und Studienangebote auf dem Gebiet der Thanatologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zu organisieren und zu fördern. Der Begriff Thanatologie bezeichnet die interdisziplinäre Erforschung aller Phänomene, die mit den Themenfelder „Sterben“ und „Tod“ in Beziehung stehen (u.a. in den Bereichen Medizin, Psychologie, Neurophysiologie, Soziologie, Physik, Biologie, Ethnologie, Religionswissenschaft, Theologie, Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft etc.).

 

(2) Die interdisziplinär und international ausgerichteten Forschungen an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sollen durch transdisziplinäre Kooperationen mit außeruniversitären Einrichtungen ergänzt werden, die direkt bzw. indirekt mit dem Themenfeld in Beziehung stehen (z.B. mit Hospizen, Krankenhäusern, psychotherapeutischen bzw. psychiatrischen Einrichtungen). 

 

(3) Die „Kieler Akademie für Thanatologie“ erfüllt ihre Zwecke durch

a) Konzeption und Organisation von Studienangeboten zum Themenfeld ,Thanatologie´,

b) regelmäßige Veranstaltungen wissenschaftlicher Forschungsprojekte und Tagungen, zu denen öffentlich eingeladen wird,

c) Veröffentlichung der Forschungsergebnisse (u.a. durch die Edition von Tagungsbänden),

d) Unterstützung wissenschaftlicher Qualifikationsarbeiten.

e) Aufbau einer Internetpräsenz, durch welche eine zeit- und ortsunabhängige Information über die Forschungen und Lehrangebote ermöglicht werden soll.