Gründung des An-Instituts „Kieler Akademie für Thanatologie e.V.“ 
an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Die Gründung des An-Instituts „Kieler Akademie für Thanatologie e.V.“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist die Konsequenzen aus verschiedenen Projekten, die sich der wissenschaftlichen Erforschung von sogenannten ,Nahtoderfahrungen´ und verwandten Phänomenen gewidmet haben. Die Ausarbeitung einer „Wissenschaft vom Tod“ (so die unmittelbare Übersetzung des Begriffs „Thanatologie“) ist aus der Sicht der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler notwendig, um die zentrale Herausforderung weiterer interdisziplinärer und transdisziplinärer Forschungen zu diesem facettenreichen Themenfeld zu bewältigen. Die Herausforderung besteht darin, eine kontinuierliche Kooperation der an der Forschung beteiligten Wissenschaften aufzubauen (z.B. aus den Bereichen der Psychologie, Medizin, Neurophysiologie, Soziologie, Physik, Biologie, Ethnologie, Kulturwissenschaft, Musik-wissenschaft, Literaturwissenschaft, Archäologie, Religionswissenschaft, Theologie etc.). Ebenso bedarf es transdisziplinärer Kooperationen mit außeruniversitären Einrichtungen, die direkt bzw. indirekt mit dem Themenfeld in Beziehung stehen (z.B. mit Hospizen, Krankenhäusern, psychotherapeutischen bzw. psychiatrischen Einrichtungen). Ein An-Institut bietet den institutionellen Rahmen und eine Kommunikationsstruktur der interdisziplinären und transdisziplinären Kooperationen.

Mittel- und langfristige Teilprojekte der „Kieler Akademie für Thanatologie e.V.“ sind u.a.:

 

-Projekt 1: Regelmäßige Symposien zum Themenfeld „Thanatologie“

 

-Projekt 2: Aufbau eines internationalen Netzwerks zwischen Einrichtungen in Bereichen der Krankenhaus-Seelsorge, Hospiz-Seelsorge und psychotherapeutischen bzw. psychiatrischen Einrichtungen

 

-Projekt 3: Koordinierung bzw. Vermittlung therapeutischer Konzepte in Bereichen der Krankenhaus-Seelsorge, Hospiz-Seelsorge und psychotherapeutischen bzw. psychiatrischen Einrichtungen

 

-Projekt 4: Kontakt- und Beratungsstelle für Fragen zum Themenfeld „Phänomene der Todesnähe“ bzw. „Veränderte Bewusstseinszustände“.

 

-Projekt 5: Aufbau eines Archives einer „Phänomenologie der Todesnähe“ bzw. „Veränderter Bewusstseinszustände“

 

-Projekt 6: Reflexionen transkultureller Seelsorge- und Therapie-Konzepte auf dem Fundament der erhobenen Daten

 

-Projekt 7: Aufbau und Koordination der Masterstudiengänge „Transkulturelle Theologie“ und „Transkulturelle Seelsorge“ (das Lehrangebot soll auf Deutsch und Englisch angeboten werden).